«Mit meinen Texten versuche ich, Unsichtbares sichtbar und Verborgenes spürbar zu machen. Denn schlummert in uns nicht etwas Geheimnisvolles? Wie der Mensch, so ist auch das Wort ein Mysterium. Zuweilen fällt es in finstere Tiefen und beleuchtet menschliche Abgründe, dann wieder steigt es in lichte Sphären und offenbart zeitlose Schönheit.
Sprache ist mehr als ein Ausdruck von Gefühlen, Gedanken und Identität. Für mich ist Sprache Musik, Mystik, Meditation! Anstatt mit Noten, komponiere ich mit Wörtern im Versuch, den Dingen auf den Grund zu gehen und Menschen zu berühren. Wenn Resonanz entsteht, wenn etwas im anderen anklingt, sind wir nicht länger getrennt, sondern Funken eines Geistes.
Momente der Begegnung zu schaffen – einmal ernst, einmal humorvoll –, ist meine Motivation. Angesichts der sich verdüsternden Weltlage ist es dabei unvermeildich, das Absurde zu thematisieren und die Liebe einzuschliessen, um nicht der Angst zu erliegen.»
Im Mai 2026
Peter Wallimann